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Liebe:r Leser:in,

der Frühling zeigt sich in seinen schönsten Farben: im kräftigen gelb der Narzissen oder im zarten rosa der Magnolie. Und doch wissen wir: Der Klimawandel ist real und wird durch unser Handeln verursacht. Das wird laut einer Studie zur Klimadebatte aus dem vergangenen Jahr von einer breiten Mehrheit der Gesellschaft anerkannt. Viele Menschen wünschen sich ein gemeinsames Handeln, doch unter dem Druck von Alltagssorgen wie steigenden Kosten oder unsicheren Zukunftsaussichten rutscht das Thema auf der Prioritätenliste nach unten. Umso wichtiger, dass die Kirche von Aachen sich für Klimaschutz und Bewahrung der Schöpfung einsetzt. Im heutigen Newsletter zeigen wir Ihnen, welche Fördermaßnahmen und Fortbildungen es zum Klimaschutz rund um den Kirchturm gibt. Außerdem geben drei Projekte aus der Praxis Anregungen, wie das Thema seelsorgerisch und spirituell aufgegriffen werden kann: mit Kräuterwanderungen, Clean Up Day und Melodien der Schöpfung.

Weitere Informationen finden Sie im Umweltportal des Bistums.       

Lassen Sie sich inspirieren.

Ihre Newsletter-Redaktion

Schwerpunkte in dieser Ausgabe

Beauftragt: 45 neue Religionslehrerinnen und -lehrer.

Unterwegs: Kräuterwanderungen und Schöpfungsspiritualität.

Gefördert: Klimaschutz rund um den Kirchturm.

Die neuen Religionslehrerinnen und -lehrer im Aachener Dom.

Besondere Bedeutung der Schule als Lernort des Glaubens

Religionsunterricht ist weiterhin ein Ort der Begegnung, des Glaubens und der Hoffnung

45 Religionslehrerinnen und -lehrer haben im Aachener Dom die kirchliche Beauftragung zur Erteilung des katholischen Religionsunterrichts erhalten. Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes hat Bischof Dr. Helmut Dieser die Urkunden der kirchlichen Beauftragung überreicht. Mit Blick auf radikalisierte politische Bewegungen unserer Zeit warnte der Bischof die angehenden Religionslehrerinnen und -lehrer vor den Verführungen derer, die behaupten, sie seien die einzigen, die wissen, was sie tun. Er appellierte an die jungen Pädagoginnen und Pädagogen, wachsam und kritisch zu bleiben und diese Fähigkeit auch an ihre Schülerinnen und Schüler zu vermitteln: "Helfen Sie den jungen Menschen durch Ihren Unterricht, ihre Fähigkeit zur Kritik des allzu Einfachen zu entfalten!"

Die Natur ist kein Reservoir – sie ist ein Geschenk Gottes

Ein Gespräch mit Gemeindereferentin Susanne Gerhards über schöpfungssensible Spiritualität und Kräuterwanderungen mit der Familienkirche Geistreich

Frau Gerhards, Sie beschäftigen sich intensiv mit schöpfungssensibler Spiritualität. Wie kam es dazu?

Susanne Gerhards: Das Interesse daran bestand schon, bevor ich in den Beruf der Gemeindereferentin eingetreten bin – auch wenn ich damals noch keinen Namen dafür hatte. Es ging mir immer um mehr als nur ein naturkundliches Interesse. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie man diese Spiritualität in praktische Angebote umsetzen kann. Ein Schlüsselerlebnis war für mich der Kräuterspaziergang zu Mariä Himmelfahrt im vergangenen Jahr. Die teilnehmenden Frauen waren total interessiert und fragten nach weiteren Angeboten. Das hat mich bestärkt, in dieser Richtung weiterzumachen.

Gottes Schöpfung bewusst wahrzunehmen und Stress abzubauen: Dazu lädt Gemeindereferentin Susanne Gerhards Familien ein.

Was ist für Sie der Kern dieser schöpfungssensiblen Arbeit?

Gerhards: Es ist ein großer Unterschied, ob man rein naturkundlich oder aus dem Blick der Schöpfungspastoral auf die Natur schaut. Die Wahrnehmung der Schönheit der Natur kann helfen, in eine erweiterte Gottesbeziehung zu gelangen und zu spüren, dass man Teil des Ganzen ist und getragen wird. Wir möchten das Bewusstsein schärfen, dass die Natur kein bloßes Reservoir ist, an dem wir uns bedienen, sondern eine Gottesgabe. Sie ist uns geschenkt und es ist unserer Aufgabe, sie fürsorglich zu behandeln und zu bewahren. Ich glaube, es ist sehr wichtig, dass wir als Kirche den Blick dafür vermitteln, dass wir nicht ein Gegenüber, sondern Teil der Schöpfung sind, eingewoben und abhängig von diesem Lebensgeflecht.

Wie ist die Idee zum Kräuterkurs mit der Familienkirche Geistreich entstanden?

Gerhards: Im Austausch mit meiner Kollegin Esther Fothen. Ich habe ihr von dem Kräuterspaziergang erzählt und wir waren uns schnell einig, dass das etwas für die Familienkirche sein könnte. Das grobe Konzept stand bereits nach dem ersten Gespräch: An sieben Samstagen gehen wir an einen Ort, an dem eine bestimmte Pflanze wächst, die wir an diesem Tag besonders in den Blick nehmen.


Kinder stärken, Umwelt schützen

Die KaBo Kinderkirche Krefeld ist beim 5. Clean Up Day mit dabei

Die KaBo Kinderkirche in Krefeld stellt in diesem Jahr die Kinderrechte in den Mittelpunkt. Inspiriert durch das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ hat das Team um den ehrenamtlichen Mitarbeiter Jonas van Stigt ein Jahresprogramm entwickelt, das Kindern ihre Rechte näherbringen und sie zugleich zu verantwortlichem Handeln befähigen soll. Monatliche Schwerpunkte greifen zentrale Themen wie Mitbestimmung, Ernährung, Schutz vor Gewalt oder das Recht auf eine gesunde Umwelt auf.

Nach einer ersten Aktion im Januar – dem Bau und der Gestaltung einer Paletten-Bank, die künftig im Kirchraum stehen soll – folgt am 21. März der Clean Up Day. Mit Kindern ab sechs Jahren soll die Umgebung der Kinderkirche von Müll und Unrat gereinigt werden. „Viele Kinder wissen gar nicht, dass sie ein Recht auf eine gesunde Umwelt haben“, sagt van Stigt.

„Aus diesem Grund möchten wir Theorie und Praxis verbinden und gleichzeitig die biblische Schöpfungsverantwortung vermitteln.“ Warnwesten, Greifzangen und die Unterstützung der städtischen Abfallbetriebe sorgen für den passenden Rahmen. Auch Eltern sind herzlich eingeladen, am Clean Up Day gemeinsam mit ihren Kindern teilzunehmen.

Jonas van Stingt engagiert sich ehrenamtlich in der KaBo Kinderkirche

Musik und Natur

Heute noch anmelden zum Wochenende im Nationalpark Eifel und Vogelsang

Von Freitag, 24., bis Sonntag, 26. April, lädt die Seelsorge in Nationalpark Eifel und Vogelsang dazu ein, aufzubrechen und den Klängen der Natur zu lauschen. Mit Regionalkantorin und Kirchenmusikerin Holle Görtz können die Melodien der Schöpfung erfahren und in musikalische Resonanz getreten werden. Ein Wochenende voll Achtsamkeit, Musik, Staunen und gemeinsamen Musizierens. Anmeldeschluss ist heute, Freitag, 13. März.

Klimaschutz rund um den Kirchturm

Online-Fortbildung „Grüne IT“ am 24. März

Die ökologische Verantwortung von Kirchengemeinden zeigt sich längst nicht mehr nur beim Energieverbrauch von Gebäuden. Die digitale Welt spielt eine ebenso wichtige Rolle. In der Fortbildungsreihe Klimaschutz rund um den Kirchturm, an der sich auch das Bistum Aachen beteiligt, stehen technische, finanzielle, ökologische und theologische Aspekte des Klimaschutzes im Mittelpunkt. Fachkundige Referentinnen und Referenten geben Einblicke, zeigen konkrete Handlungsmöglichkeiten auf und beantworten Fragen aus der Praxis. Am Dienstag, 24. März, steht das Thema „Grüne IT“ im Mittelpunkt. Viele digitale Werkzeuge – von Cloud-Diensten über Videokonferenzen bis hin zu PC, Smartphone, Mailkonto oder Suchmaschine – haben nachhaltige Alternativen. Die Veranstaltung zeigt, wie Kirchengemeinden ihren digitalen Ressourcenverbrauch reduzieren und ihre IT klimafreundlicher gestalten können. Als Referentin spricht Marina Köhn, Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Umweltbundesamt.

In den kommenden Monaten sind noch mehrere Fortbildungen geplant.

Energetische Maßnahmen in Kirchengemeinden

Förderprogramme und Handreichung

„Wenn es darum geht, Gottes Schöpfung zu beschützen, fängt dies in den Kirchengemeinden bei einem nachhaltigen Gebäudebetrieb an“, sagt Marie Vickus, Referentin für Energiemanagement im Bischöflichen Generalvikariat. Aktuell stehen für energetische Maßnahmen in Kirchengemeinden neben dem Energiefonds des Bistums Aachen die Programme „Klimaneutrale Pfarrheime und Gemeindezentren“ und „Alternative Temperierung von Kirchen“ zur Verfügung. Aus dem zuletzt genannten Fördertopf flossen zum Beispiel Gelder in die energetische Sanierung der Kapelle Kronenburgerhütte im Pastoralen Raum Blankenheim / Dahlem. Bisher verfügte der Kirchenraum lediglich über eine kleine, frei im Raum stehende, Gasheizung mit einer Leistung von bis zu sechs Kilowatt. Dank des Förderprogramms wurde die Kapelle nun mittels Infrarot-Heizplatten auf eine Bauteiltemperierung umgestellt.

Darüber hinaus hat Marie Vickus aus der Handlungsempfehlung zum Temperieren von Kirchen noch einen ganz praktischen Tipp: „Achten Sie darauf, keine warme, feuchte Frühlingsluft in die kalte Kirche zu leiten. Die Luft kann an kalten Kirchenwänden abkühlen und zu Feuchteproblemen und Schäden führen.“

Die Kapelle Kronenburgerhütte liegt im Pastoralen Raum Blankenheim / Dahlem.
Dank eines Förderprogramms des Bistums Aachen wurde die Kapelle auf eine Bauteiltemperierung umgestellt.

Gott, Quelle allen Lebens,
wir stehen vor dir im Staunen.
Über die Weite des Himmels,
über das leise Wachsen der Erde,
über das Wunder jedes Atemzugs.

Wir loben dich für deine Schöpfung,
für Licht und Dunkel,
für Wasser und Wind,
für die Vielfalt der Farben, Formen und Stimmen,
in denen dein Leben aufleuchtet.

Segne unsere Augen,
dass sie die Schönheit deiner Welt sehen.
Segne unsere Hände,
dass sie verantwortlich mit deiner Schöpfung umgehen.
Segne unsere Herzen,
dass sie offen bleiben für die Faszination allen Lebens.

So lass uns leben
in Dankbarkeit und Wertschätzung,
getragen von deinem Segen,
heute und alle Tage.
Amen.

Aus: Theologischer Impuls zum Klimafasten 2026, 1. Woche

Die Borussia zu Gast im Trostraum St. Josef

Lesung des Stadionpoeten Dirk Dillenberg

Lesung, Musik, Gespräch und Geschichten - rund um die Mönchengladbacher Borussia: Das erwartet Besucherinnen und Besucher am Sonntag, 15. März, um 17 Uhr in der Grabeskirche Trostraum St. Josef, Keplerstraße in Mönchengladbach. Autor und Schriftsteller Dirk Dillenberger liest aus seinen Werken vor und verspricht eine emotionale Zeitreise. Musikalisch begleitet wird er von Sascha Gutzeit. Außerdem erklingt die Orgel mit Tönen, die sonst nur im Stadion zu hören sind. „Eine einzigartige Komposition“ versprechen die Organisatoren. Der Eintritt ist frei. Eine Spende wird erbeten.

Die Veranstaltung ist Teil des Festprogramms zum zehnjährigen Bestehen der Grabeskirche.

Besonders die Nordkapelle des Trostraumes ist den verstorbenen Fans der Borussia gewidmet.

Elmar Theveßen macht sich „Domgedanken“

ZDF-Journalist soll am 20. März über das spannungsreiche Verhältnis zwischen Amerika und Europa sprechen

Die Reihe „Domgedanken“ der Europäischen Stiftung Aachener Dom (ESAD) erhält pro­minenten Besuch: Am Freitag, 20. März, soll Elmar Theveßen, Leiter des ZDF-Studios Nord- und Mittelamerika in Washington, im Aachener Dom sprechen. Beginn ist um 19 Uhr.

Kaum ein anderer deutscher Journalist kennt die politischen Machtzentren der USA so gut wie er. Dass sein Vortrag auch wirklich stattfinden kann, ist keineswegs selbstverständlich: Es ist be­reits der dritte Versuch der ESAD, Theveßen einzuladen. Immer wieder machten internationale politische Spannungen seinem Besuch in Aachen einen Strich durch die Rechnung. In seinem Vortrag möchte sich der Journalist mit dem Verhältnis zwischen Amerika und Europa auseinandersetzen – einem Thema, das angesichts globaler Krisen, geopolitischer Machtver­schiebungen und wachsender Unsicherheiten aktueller nicht sein könnte.

ZDF-Journalist Elmar Thevesen ist im Dom zu Gast.

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